Station 4

Simon von Cyrene (nach Matthäus 27, 31-33)
Jesus wurde von den Soldaten verspottet und bespuckt. Sie schlugen ihn und setzten ihm eine Dornenkrone auf. Als sie genug davon hatten, führten sie Jesus ab zur Kreuzigung.
Jesus musste sein Kreuz selbst tragen. Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte brach er immer wieder zusammen. Da begegneten sie Simon, einem Mann aus Kyrene. Simon kam gerade von seiner Arbeit auf dem Feld. Die Soldaten zwangen ihn, das Kreuz für Jesus zu tragen. So zogen sie aus Jerusalem hinaus nach Golgatha.

Zum Nachdenken
Simon fügt sich. Er protestiert nicht.
Er greift zu. Tut, was man von ihm verlangt.
Er fragt nicht: Warum gerade ich?
Wie ist das, wenn mein Alltag unterbrochen wird durch unvorhersehbare Dinge,
wenn Menschen gerade jetzt meine Hilfe brauchen?
Was habe ich eigentlich mit dem oder mit der zu schaffen?
Hat nicht jeder sein Kreuz zu tragen?
Es ist richtig, auch wir brauchen manchmal einen Simon.
Vielleicht aber soll gerade jetzt ich für andere Lastenträger sein.
Menschen in Not begleiten, ist eine schwere Aufgabe.
Sie ist oft langwierig. Sie braucht Geduld und innere Kraft.
Dabei kann niemand anderen Leid abnehmen.
Wir können nur einander tragen helfen – es erträglich machen.

Schwerer Weg nach Golgatha
Menschen säumen die Straßen
Spott und Geschrei
Jesus zerbricht
Das Kreuz drückt nieder
Simon von Kyrene
Wahllos herausgegriffen
Zwangsverpflichtet
Die Last wird ihm schwer
Simon von Kyrene
Welch ein Vorrecht
Du hilfst, das Kreuz Jesus zu tragen

Gebet: Jesus, auch mir wird manchmal ein Leid aufgezwungen, das ein anderer allein nicht mehr tragen kann. Zuerst wehre ich mich, bis der andere mir nahe geht. Bis ich einsehe: Wir gehören zusammen. Und weil du, Jesus, in jedem Leid anwesend bist, begegne ich im Grunde auch dir – wie Simon damals. Amen

Simon von Cyrene (pdf)
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